England überlebte in der WM-Gruppenphase einen Schrecken, als Kapitän Harry Kane in der 75. Minute den Ausgleich und in der 86. Minute den Siegtreffer erzielte und am Samstag einen 1:0-Rückstand in einen 2:1-Comeback-Sieg über die Demokratische Republik Kongo verwandelte.
Kanes Doppelpack im Stade de Lyon hielt die Mannschaft von Gareth Southgate am Leben, nachdem Brian Cipengas Treffer in der 14. Minute den afrikanischen Außenseitern die Führung verschaffte. Die Three Lions hatten Mühe, einen disziplinierten kongolesischen Block zu durchbrechen, und schafften nur vier Torschüsse, bevor Kane eingriff.
Die Anpassungen von Thomas Tuchel zur Halbzeit führten dazu, dass England auf eine Dreierkette umstellte und neuen Angriffsimpulsen verlieh, aber letztendlich war es die individuelle Brillanz des Kapitäns, die das Unentschieden entschied. Der Sieg verbirgt tiefere Probleme, die über das Endergebnis hinausgehen. Die Defensivschwächen Englands waren deutlich zu erkennen, und aufgrund von Konzentrationsschwächen konnte Kongo Räume auf dem Konter ausnutzen.
Die Außenverteidiger Reece James und Luke Shaw waren immer wieder ungeschützt, während das Mittelfeld darum kämpfte, schnell genug in den Ballbesitz zu kommen, um Bedrohungen abzuwehren. Die kongolesische Mannschaft, die in einer 5-4-1-Formation organisiert war, fing über weite Strecken den Druck auf und verdoppelte ihren Vorsprung fast, als ein schnelles Umschalten die obere Linie Englands aus der Position brachte. Tuchels taktischer Dreh zur Halbzeit war entscheidend.
Der Wechsel zu einer Dreierkette sorgte für zusätzliche Deckung in weiten Bereichen, während die Einführung von Conor Gallagher und Kobbie Mainoo dem Mittelfeld Energie und Dynamik verlieh. Doch trotz dieser Änderungen blieb Englands Angriffsleistung mit insgesamt nur 12 Schüssen und einer Conversion-Rate von nur 17 % gedämpft. Das Vertrauen in die individuelle Qualität von Kane wurde deutlich, als der Rest der Stürmer trotz mehrerer Chancen in der zweiten Halbzeit keinen Druck auf das Problem machte.
Englands mangelnde Tiefe im Mittelfeld zwang Tuchel zu konservativen Entscheidungen. Da sowohl Jordan Henderson als auch Declan Rice aufgrund einer Sperre nicht zur Verfügung standen, fehlte dem Manager ein natürlicher Dreh- und Angelpunkt, um die Abwehr abzuschirmen. Dies zwang Kalvin Phillips und Mainoo zu doppelten Pivot-Rollen, an die sie sich noch gewöhnen müssen, wodurch England anfällig für schnelle Übergänge wurde.
Das Fehlen eines echten defensiven Mittelfeldspielers bedeutete, dass jedes starke Pressing oder jeder Gegenangriff der Kongo eine echte Gefahr mit sich brachte, ein Muster, das sich gegen Mexikos flüssigeren Angriff wiederholen könnte. Die kongolesische Mannschaft zeigte trotz ihres Außenseiterstatus taktische Disziplin, die die Grenzen Englands deutlich machte. Ihr 5-4-1-Block frustrierte die englischen Flügelspieler, während ihre Gegenangriffe den Raum ausnutzten, den die englische Oberlinie ließ.
Cipengas Tor gelang durch einen direkten Übergang nach einem Fehlpass von John Stones, eine Sequenz, die als Warnung hätte dienen sollen. Die Tatsache, dass Kongo seinen Vorsprung in der zweiten Halbzeit fast verdoppelte – nur für eine knappe Abseitsstellung, um England zu schonen – unterstrich, wie nah England am Ausscheiden war. -Duell auf Co-Gastgeber Mexiko trifft.
Um im Turnier weiter voranzukommen, muss Tuchels Mannschaft nun ihre Defensive stärken und ihre Torgefahr diversifizieren. Englands Kapitän Kane sagte nach dem Spiel: „Wir wussten, dass es gegen eine Mannschaft wie Kongo nicht einfach werden würde. Wir mussten uns anpassen, geduldig bleiben und daran glauben, dass wir punkten können.
“ Was kommt als Nächstes: England muss sich für das Showdown in Mexiko schnell neu formieren, wobei Tuchel wahrscheinlich die Defensivstruktur und die Mittelfeldbalance überdenken wird, um einen weiteren Schrecken zu vermeiden. Die Fähigkeit der Mannschaft, diese systemischen Probleme unter extremen Zeitbeschränkungen anzugehen, wird darüber entscheiden, ob ihre WM-Saison über die nächsten 90 Minuten hinausgeht. Englands Leistung gegen Kongo passt zu einem breiteren Trend bei dieser Weltmeisterschaft.
Während des gesamten Turniers hatten Teams, die sich zu sehr auf individuelle Brillanz verlassen hatten – ob Kane, Mbappé oder Messi –, mit disziplinierten Defensivstrukturen zu kämpfen. -Fußball noch größer werden. Das Spiel gegen Mexiko ist ein Test dafür, ob Tuchel dieses Muster durchbrechen kann, bevor es England teuer zu stehen kommt. Bei NewsData.io lesen