Der Bürgermeister von Portland, Keith Wilson, nutzte seinen Dienstags-Newsletter, um sich über einen Blazers-Fan und Datenanalysten lustig zu machen, der den 600-Millionen-Dollar-Renovierungsplan für das Moda Center in Frage stellte. Wilson bezeichnete Edan Krolewicz, den Betreiber der Website „Rip City Not Rip Off“, als „Techbro“ und wies seine Transparenzbedenken in einem direkten E-Mail-Austausch zurück. Krolewicz hatte Wilsons Behauptungen bezüglich der Renovierungsfinanzierung in einer E-Mail an den Bürgermeister zurückgewiesen.
Der Kritiker betreibt Rip City Not Rip Off, eine Website, die dafür bekannt ist, öffentliche Ausgaben im Zusammenhang mit den Modernisierungen der Portland Trail Blazers und des Moda Centers zu untersuchen. Sein datengesteuerter Widerstand steht im Gegensatz zu Wilsons abweisender Rhetorik im Newsletter. Der Renovierungsplan, der Teil einer umfassenderen Zusage der Steuerzahler in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar ist, hat zu einer genauen Prüfung der Frage geführt, ob der Blazers-Eigentümer einen fairen Beitrag leistet.
In Wilsons Newsletter wurden Krolewicz‘ Bedenken als leichtfertig dargestellt, aber der Austausch unterstreicht die breitere öffentliche Debatte über Rechenschaftspflicht und Transparenz bei den Staatsausgaben von Portland. Jonathan Pulvers, ein lokaler Beobachter, stellte fest, dass von Bürgern geleitete Datenprojekte wie das von Krolewicz die Beamten zunehmend dazu zwingen, Lücken in den Narrativen über die öffentliche Finanzierung zu schließen. Die Renovierung des Moda Centers ist zu einem Blitzableiter für breitere Frustrationen über Portlands Umgang mit öffentlich-privaten Partnerschaften geworden.
Kritiker argumentieren, dass die Zahl von 600 Millionen US-Dollar die Gesamtbelastung der Steuerzahler unterschätzt, wenn man die entgangenen Grundsteuereinnahmen und die mit der Arena verbundenen Infrastrukturverbesserungen berücksichtigt. Befürworter entgegnen, dass die Modernisierungen die Wirtschaftstätigkeit ankurbeln und die Investition rechtfertigen werden, aber es fällt ihnen schwer, detaillierte Aufschlüsselungen bereitzustellen, die auf spezifische Bedenken eingehen, die von Gruppen wie „Rip City Not Rip Off“ geäußert wurden. Wilsons Bezeichnung „Techbro“ spiegelt ein breiteres Muster wider, Kritiker als kontaktlose Eliten abzutun, anstatt sich mit ihren Daten auseinanderzusetzen.
Diese Taktik spiegelt Strategien wider, die in anderen Städten angewendet werden, in denen die Finanzierungsdebatten in der Arena toxisch geworden sind, wie zum Beispiel beim Kampf um das Golden 1 Center in Sacramento, wo Beamte Gegner als Obstruktionsbefürworter hinstellten, anstatt sich mit Kosten-Nutzen-Fragen zu befassen. Die Abstimmung im Stadtrat von Portland im nächsten Monat findet inmitten einer Welle kommunaler Haushaltskrisen statt und zwingt die Staats- und Regierungschefs dazu, Ausgaben zu verteidigen, die nicht direkt auf Kerndienstleistungen wie Wohnungsbau oder öffentliche Verkehrsmittel abzielen. Die Analyse von Krolewicz – die hervorhebt, dass der 150-Millionen-Dollar-Beitrag der Blazers nur 25 % der 600-Millionen-Dollar-Renovierung abdeckt – hat die Forderungen nach einer vollständigen Kostenprüfung verstärkt.
Unterdessen schweigt sich die Blazers-Organisation zu der öffentlichen Gegenreaktion aus und überlässt es dem Rat, die politischen Folgen allein zu bewältigen. Von „Rip City Not Rip Off“ eingereichte Anfragen zu öffentlichen Aufzeichnungen zeigen, dass die internen Prognosen der Stadt zu wirtschaftlichen Vorteilen, die von der Arena ausgehen, auf Multiplikatoren aus einer Studie aus dem Jahr 2015 basieren – einer Studie, die vor der Pandemie und dem Aufkommen der Fernarbeit erstellt wurde. Die veraltete Methodik hat das Vertrauen in die finanziellen Begründungen der Stadt weiter untergraben, wobei unabhängige Ökonomen die Prognosen als „bestenfalls optimistisch“ bezeichnen.
Was kommt als nächstes: Der Stadtrat von Portland soll nächsten Monat über die Renovierungsfinanzierung abstimmen, wobei Krolewicz‘ Analyse wahrscheinlich in einer öffentlichen Aussage zum Ausdruck kommen wird. Die Abstimmung wird auf die Probe stellen, ob die Führungskräfte von Portland die konkurrierenden Narrative in Einklang bringen oder den aktuellen Finanzierungsansatz verdoppeln können. Bei NewsAPI.org lesen