Arthur Rinderknech bestätigte sein Ticket für das Achtelfinale in Wimbledon, indem er den Amerikaner Martin Damm in drei Sätzen besiegte. Der auf dem Londoner Rasen solide etablierte Franzose erwartet nun den Sieger des Duells zwischen Novak Djokovic und Stefanos Tsitsipas für eine historische Konfrontation. Für Rinderknech, der von Anfang an seinen Rhythmus vorgab, hielt das Spiel alles, was es versprach.
Er gewann den ersten Satz mit 6:4 und nutzte dabei das geringste Zögern seines Gegners aus, um die Oberhand zu gewinnen. Der zweite Satz war knapper und zwang beide Männer zum Tiebreak, den der Franzose souverän mit 7:1 dominierte. Dieses klare Ergebnis im Tie-Break zeigt die mentale Stärke in entscheidenden Momenten.
Unermüdlich besiegelte der Franzose im dritten Satz das Schicksal des Spiels. Indem er Damm zum richtigen Zeitpunkt brach, endete er mit einem Punktestand von 6-3. Dieser Sieg in drei Sätzen (6-4, 7-6 [1], 6-3) bestätigt Rinderknechs aktuelle gute Form auf diesem speziellen Untergrund.
Diese technische Leistung ist nicht dem Zufall zu verdanken. Rinderknech schlug mit chirurgischer Präzision auf und beschränkte die Breakpoints gegen einen Gegner, der auf der Suche nach einem Kampf war. Das starke Tie-Break-Ergebnis im zweiten Satz wirkte als psychologischer Wendepunkt: Es brach nicht nur Damms Schwung, sondern ermöglichte es dem Franzosen auch, seine körperliche Energie zu bewahren.
Auf einem so anspruchsvollen Untergrund wie dem Spielfeld des All England Club ist es ein großer strategischer Vorteil für den Rest des Turniers, ein Spiel schnell statt in vier Sätzen zu beenden. Über das einfache Ergebnis hinaus markiert diese Qualifikation einen entscheidenden Schritt in der Karriere des Franzosen. Das Erreichen der zweiten Woche eines Grand Slam ist eine Leistung, die in letzter Zeit nur wenigen französischen Spielern gelungen ist, und Rinderknech gelingt dies mit einem Elan, der Respekt einflößt.
Der Geschwindigkeitswechsel wird brutal sein: Der Übergang von einem Match mit ausgeglichenen Einsätzen gegen Damm zu einer Konfrontation gegen einen mehrfachen Grand-Slam-Gewinner erfordert eine sofortige Anpassung. Es ist diese Fähigkeit, sich zu steigern, die von Beobachtern unter die Lupe genommen wird. Das Ausmaß der vor uns liegenden Aufgabe ist bekannt: Rinderknech muss seine Ressourcen nutzen, um einen Weltranglistenspieler zu beunruhigen.
Sein Gegner am Freitag wird entweder der starke Novak Djokovic oder der Grieche Stefanos Tsitsipas sein, die beide in der Lage sind, ein Loch in die Tabelle zu reißen. Die Wette ist gewagt, aber der Franzose hat die Waffen, um das Kunststück zu wagen. Rinderknechs Leistung ist Teil einer umfassenderen Dynamik des französischen Tennis.
Seit dem Rücktritt von Jo-Wilfried Tsonga und dem Leistungsrückgang von Gaël Monfils richten sich die Hoffnungen der Franzosen auf eine neue Generation, zu der auch Rinderknech gehört. Sein Lauf in Wimbledon könnte als Sprungbrett für einen dauerhaften Aufstieg in die Top 30 der Welt oder sogar noch höher dienen. Beobachter heben bereits seine Fähigkeit hervor, mit Druck umzugehen und sein Spiel auf schnellem Untergrund anzupassen, was bei den Franzosen in den letzten Jahren eine seltene Stärke war.
Der Rasen von Wimbledon bleibt eine legendäre Oberfläche, auf der Außenstehende überraschen können. Rinderknech nutzte die Abwesenheit von Spielern wie Roger Federer oder Andy Murray, um sich als ernstzunehmender Konkurrent zu etablieren. Sein Spiel gegen Djokovic oder Tsitsipas könnte nicht nur seinen Einstieg in die Elite markieren, sondern auch das Interesse der französischen Öffentlichkeit am Tennis wiederbeleben, das oft von Fußball oder Rugby in den Schatten gestellt wird.
Was auch immer passiert, für Rinderknech ist das Ziel erreicht: auf dem Rasen von Wimbledon auf höchstem Niveau zu bestehen. Seine Leistung gegen Damm beweist, dass er kein anonymer Außenseiter mehr ist, sondern ein Konkurrent, der es mit der Elite aufnehmen kann. Der Termin wird für Freitag auf dem Centre Court oder einem anderen renommierten Veranstaltungsort vereinbart.
Beobachter stellen fest, dass Rinderknech von einem optimierten Vorbereitungsplan profitieren konnte. Im Gegensatz zu anderen französischen Spielern, die Turniere auf Sand bevorzugen, hat er vor Wimbledon seine Auftritte auf Rasen verstärkt und seit Saisonbeginn fast 20 Spiele auf diesem Boden absolviert. Diese Erfahrung stärkte sein Selbstvertrauen und sein aggressives Spiel, zwei Schlüsselelemente, mit denen er in London glänzen konnte. Bei L'Équipe Tennis lesen