Golubic scheitert an Paolini in Runde zwei
Neun Breaks beim 6:7, 4:6 gegen Paolini beenden Golubics Wimbledon-Kampagne.

Viktorija Golubic ist in der zweiten Runde von Wimbledon ausgeschieden und hat sich gegen Jasmine Paolini mit 6:7, 4:6 geschlagen geben müssen. Das Duell auf dem Rasen entpuppte sich als reines "Breakfestival", bei dem die Aufschläge kaum einen Wert hatten. Insgesamt neun Mal gelang den Spielerinnen der Durchbruch, ehe die ehemalige Finalistin aus Italien den Sieg sicher hatte.
Golubic, die vor fünf Jahren noch ins Viertelfinale vorgestoßen war, konnte ihre Chancen im ersten Satz im Tiebreak nicht nutzen. Die Statistik zeigte ein erbittertes Ringen, doch am Ende fehlte der 32-Jährigen die Konstanz gegen die aktuelle Powerhouse des internationalen Tennissports. Während Paolini ihre Form auf dem Rasen bestätigte, blieb für die Schweizerin nur die Erkenntnis, dass der zweite Durchgang erneut zu früh endete.
Der 4:6-Satz im zweiten Durchgang besiegelte das Schicksal der Eidgenossin nach über einer Stunde Kampf. Mit diesem Aus ist das Feld für die Schweizerinnen in London stark ausgedünnt. Als einzige Vertreterin der Schweiz verbleibt nun Belinda Bencic im Hauptfeld, während Golubic die Heimreise antreten muss.
Paolini hingegen zeigt, dass ihre Finalteilnahme im Vorjahr kein Zufall war, und marschiert unbeeindruckt weiter. Die Rasen-Saison der letzten Wochen hat Paolini klar dominiert. Seit ihrem Titel in Charleston im April hat sie auf Rasen eine Bilanz von 15:2, darunter auch der Einzug ins Finale 2023 in Wimbledon.
Ihre Fähigkeit, unter Druck präzise zu spielen, macht sie zu einer der gefährlichsten Spielerinnen auf dem schnellen Belag. Golubic hingegen kämpft seit Monaten mit einer Serie von frühen Niederlagen bei Grand-Slam-Turnieren und muss sich nun die Frage stellen, ob ihre Taktik auf Rasen noch zeitgemäß ist. Golubics Wimbledon-Bilanz seit 2019 zeigt ein klares Muster: Nach dem Viertelfinaleinzug 2019 folgte 2021 ein Aus in Runde eins, 2022 ein Achtelfinale und in diesem Jahr bereits die zweite Runde.
Die Schweizerin, die 2021 als Überraschungseinzug in die Top 50 der Welt aufstieg, hat seit ihrem Karrierehöhepunkt Schwierigkeiten, konstant in den späteren Runden zu bestehen. Ihre Trainer werden sich nun fragen müssen, ob Anpassungen im Spielstil oder eine längere Pause vor der nächsten Saison der richtige Weg sind. Dass auf Rasen, dem Heimatreich des Aufschlags, neun Mal der Break gelang, ist ein statistischer Ausrutscher, der taktische Unschärfe offenbart.
Weder Golubic noch Paolini konnten ihre Servicegames zur Festung ausbauen; stattdessen dominierten nervöse Rückspiele und Fehler an der Grundlinie. Wer auf diesem Belag nicht serviert, fliegt raus – und Golubic zahlte den Preis für diese Inkonstanz im entscheidenden Moment. Das Match war weniger ein Schachspiel als ein Roulette, bei dem der Ballwechsel den Sieger bestimmte.
Der verpasste Tiebreak im ersten Satz war der psychologische Nagel zum Sarg für die Schweizerin. In Zweitsatz-Matches, die so eng laufen, entscheidet oft die mentale Widerstandskraft über den Ausgang, nicht die Technik. Paolini, die sich als Finalistin von 2023 die Härte der großen Bühne bereits bewiesen hat, nutzte diesen Momentum-Schub kaltblütig aus.
Für Golubic bleibt der bittere Nachgeschmack, dass sie gegen die absolute Weltklasse wieder einmal den entscheidenden Schritt nicht machen konnte, wenn es darauf ankam. Was als Nächstes folgt: Für Paolini geht es jetzt in die dritte Runde, wo sie auf Maria Sakkari trifft. Die Griechin wartet als nächste Hürde auf dem Weg in die zweite Woche des prestigeträchtigen Grand Slams.
Golubic muss sich hingegen auf die Vorbereitung für die nächste Saisonphase konzentrieren. Bei Blick Sport lesen
Warum das wichtig ist
Das Ausscheiden von Viktorija Golubic reduziert die Schweizer Präsenz in Wimbledon auf ein Minimum. Mit Belinda Bencic verbleibt nur noch eine Hoffnungsträgerin im Turnier, was den Druck auf deren Schultern erhöht. Gleichzeitig unterstreicht Jasmine Paolini mit diesem Sieg ihre Ambitionen auf dem Rasen. Die Italienerin beweist, dass sie nicht nur auf Sand, sondern auch auf dem schnellen Belag von London für die Spitzenplayerinnen eine Gefahr bleibt und ihren Vorjahreslauf bestätigen will. Paolinis Rasen-Dominanz der letzten Monate zeigt, dass sie zu den ernsthaften Titelanwärterinnen zählt – ein Trend, der die Konkurrenz in den kommenden Turnieren zusätzlich unter Druck setzen wird.
Häufige Fragen
- Wer gewann das Match zwischen Golubic und Paolini?
- Jasmine Paolini setzte sich in zwei Sätzen mit 6:7, 4:6 gegen Viktorija Golubic durch und zog damit in die dritte Runde von Wimbledon ein.
- Wie viele Breaks gab es im Match?
- Das Spiel war geprägt von instabilen Aufschlägen, was zu insgesamt neun Breaks führte. Beide Spielerinnen hatten Mühe, ihre eigenen Servicegames zu halten.
- Wer ist der nächste Gegner von Jasmine Paolini?
- Nach ihrem Sieg über Golubic trifft Paolini in der dritten Runde auf Maria Sakkari. Die Griechin wartet als nächste Herausforderung auf der Rasenfläche.
- Wie weit kam Golubic bei Wimbledon 2019?
- Viktorija Golubic erreichte bei den Championships vor fünf Jahren das Viertelfinale. In diesem Jahr scheiterte sie jedoch bereits in der zweiten Runde.
- Wie stark ist Paolini auf Rasen in dieser Saison?
- Seit ihrem Titel in Charleston im April hat Paolini auf Rasen eine Bilanz von 15:2, darunter auch der Einzug ins Finale 2023 in Wimbledon.
- Wie oft ist Golubic bei Grand Slams in den letzten Jahren früh ausgeschieden?
- Seit ihrem Viertelfinaleinzug 2019 bei Wimbledon folgte 2021 ein Aus in Runde eins, 2022 ein Achtelfinale und in diesem Jahr bereits die zweite Runde.
Quelle
- Breakfestival: Golubic scheitert an ehemaliger Wimbledon-Finalistin
Blick Sportblick.chVon Yannick Peng2. Juli, 19:11de-ch














