Harry Kane brachte England in der Runde der letzten 32 der Weltmeisterschaft 2026 mit einem gewaltigen Kopfball nach einer Flanke von Anthony Gordon in Atlanta zum Ausgleich gegen die Demokratische Republik Kongo. Das Spiel begann um 19:00 Uhr ET an einem schwülen Dienstagabend, und die DR Kongo erzielte in der 12. Minute den ersten Treffer durch Chancel Mbemba, nachdem ein Defensivfehler es ihm ermöglicht hatte, einen losen Ball im Strafraum zu erwischen.
England hatte Mühe, die disziplinierte kongolesische Abwehr zu durchbrechen, und schaffte vor einer Stunde nur drei Torschüsse. Das unzusammenhängende Spielaufbauspiel der Three Lions führte dazu, dass sie den Ballbesitz verwerteten, ohne sich klare Chancen zu erspielen, ein Muster, das ihre Schwierigkeiten in der Gruppenphase der EM 2024 widerspiegelte. Der Wendepunkt kam in der 87.
Minute, als Anthony Gordon eine Flanke von der linken Seite schwang. Kane, der am langen Pfosten lauerte, stieg am höchsten, um einen Kopfball an Lionel Mpasi vorbei zu schießen und den Ausgleich wiederherzustellen. Das Tor war Kanes 63.
Länderspieltreffer und sein vierter in der WM-Qualifikation 2026. -Fußball unter Gareth Southgate auf sechs Spiele, obwohl dieses Spiel eher eine Rettungsleine als eine Dominanz erforderte. “ Das Eingeständnis verdeutlichte die Kluft zwischen dem Potenzial Englands und seiner Umsetzung, ein wiederkehrendes Thema in Southgates Amtszeit.
England erreicht nun das Achtelfinale, wo es je nach den Ergebnissen der anderen Spiele der Gruppe H entweder auf Senegal oder Algerien trifft. Das Unentschieden bringt sie in eine günstige Lage, aber die Leistung lässt darauf schließen, dass sie ihre Defensivstruktur stärken und ihre Angriffseffizienz verfeinern müssen, um weiter voranzukommen. Englands Defensivschwächen wurden durch die Körperlichkeit und das direkte Vorgehen der DR Kongo immer wieder deutlich.
Die Gäste zielten auf Englands rechte Flanke, wo Reece James Mühe hatte, den schnellen Flügelspieler Arthur Masuaku in Schach zu halten. Das Mittelfeld der DR Kongo drückte aggressiv und zwang England zu 19 Ballverlusten in der eigenen Hälfte – fast doppelt so viele Ballverluste wie üblich. Doch trotz des Chaos überlebte Englands Abwehr durch schiere Widerstandskraft, eine Eigenschaft, die ihre Turnierläufe unter Southgate geprägt hat.
Der späte Ausgleich verdeutlichte auch die Abhängigkeit Englands von Standardsituationen. Kanes Tor resultierte aus einer Flanke von Gordon, nicht aus einem strukturierten Spielzug, und es unterstrich den Mangel an Kreativität im offenen Spiel. Mit nur zwei offenen Toren in den letzten fünf Spielen wird Englands Angriff immer vorhersehbarer, eine Schwachstelle, die die Gegner ausnutzen werden, wenn sie weiter in das Turnier vordringen.
Englands Mittelfeld hatte Mühe, von der Verteidigung zum Angriff zu wechseln, und befand sich oft im Niemandsland, da das Gegenpressing der DR Kongo ihren Rhythmus störte. Kalvin Phillips und Kobbie Mainoo, deren Aufgabe es war, die Abwehr abzuschirmen, wurden in Zweikämpfen im Mittelfeld überrannt, so dass die Demokratische Republik Kongo schnelle Angriffe starten konnte. Die Zahlen sprechen für sich: England vollendete in den ersten 45 Minuten nur 68 % seiner Pässe, die niedrigste Passquote in der ersten Halbzeit in einem Pflichtspiel unter Southgate seit der Weltmeisterschaft 2022.
Die Intensität der kongolesischen Mannschaft verdeutlichte den Mangel an Mittelfeldstärke Englands. Das Mittelfeldtrio der DR Kongo, bestehend aus Charles Pickel, Samuel Moshie und Gaël Kakuta, dominierte den Mittelfeldkampf und gewann in der ersten Halbzeit 58 % der Luftduelle und 54 % der Bodenduelle. Ihre Fähigkeit, zweite Bälle zu gewinnen und schnell zu wechseln, ließ die englische Verteidigung in Schwierigkeiten geraten, ein Muster, das sie vor Kanes Eingreifen beinahe teuer zu stehen gekommen wäre.
Was kommt als Nächstes: England steht im Achtelfinale vor einer harten Prüfung, unabhängig davon, ob es auf Senegal oder Algerien trifft. Beide Mannschaften verfügen über eine solide Defensive und sind durch Gegenangriffe bedrohlich. Das bedeutet, dass Southgates Team seine Schwächen in der Defensive und seine Kreativität im Mittelfeld ausmerzen muss, wenn es über das Viertelfinale hinaus will. Bei BBC Football lesen