Das regionale Verwaltungsgericht der Emilia-Romagna hat den Streit über die Verschiebung des Spiels Bologna-Mailand auf den 26. Oktober 2024 abgeschlossen, zugunsten des Rossoblù-Klubs entschieden und die von Paolo Scaroni und der Lega Serie A eingelegten Berufungen zurückgewiesen. Das heute eingereichte Urteil bestätigt die Rechtmäßigkeit der Maßnahme zur Aussetzung des Spiels, die der Bologna-Klub im Einvernehmen mit den lokalen Behörden aufgrund der Überschwemmungskatastrophe in der Region beschlossen hat.
Der Richter betonte, dass die Sicherheit der Bürger und die Einhaltung der Anordnungen der zuständigen Behörden nicht wirtschaftlichen Interessen oder der Planung der Meisterschaft untergeordnet werden dürfen. Das Urteil steht im Einklang mit rechtswissenschaftlichen Präzedenzfällen, die in Notfällen stets den Schutz der Gemeinschaft in den Vordergrund gestellt haben, wie es während des COVID-19-Notstands geschah, als ganze Kalender auf den Kopf gestellt wurden, um die Pandemie einzudämmen. Die Verschiebung des Spiels, das ursprünglich im Renato-Dall'Ara-Stadion angesetzt war, wurde trotz des Drucks von Milan und der Lega Serie A verhängt, die gefordert hatten, das Spiel auch hinter verschlossenen Türen stattfinden zu lassen.
Die Entscheidung der TAR bekräftigt, dass die öffentliche Gesundheit und der Schutz des Territoriums Vorrang vor allen anderen Überlegungen haben. In diesem Fall verursachte die Überschwemmung im Jahr 2024 einen geschätzten Schaden von über 2 Milliarden Euro und erzwang die Evakuierung Tausender Menschen, sodass Sicherheit nicht verhandelbar war. Das Gericht betonte, dass die aktuelle Gesetzgebung, insbesondere das Gesetzesdekret 81/2008 über Sicherheit am Arbeitsplatz und Umweltschutz, Sportvereine dazu verpflichtet, sich an die von den örtlichen Behörden ergriffenen Notfallmaßnahmen anzupassen.
Paolo Scaroni, Präsident von Mailand, hatte die Entscheidung, das Spiel zu verschieben, als „ungerechtfertigt und schädlich für die Meisterschaft“ bezeichnet, doch das Urteil beseitigte alle Zweifel an der Richtigkeit des Vorgehens des Bologna FC 1909. Die Lega Serie A hatte in ihrer Berufung argumentiert, dass die Verschiebung die sportliche Fairness beeinträchtigt hätte, aber das Gericht betonte, dass die aktuelle Gesetzgebung und die objektiven Bedingungen die Sperre unvermeidlich machten. Der Richter erinnerte auch daran, dass die Serie A als höchste nationale Fußballserie als Vorbild für das italienische Sportsystem dienen und die Einhaltung der Grundsätze sozialer Verantwortung unter Beweis stellen muss.
Der Fall wirft auch Fragen zur Bewältigung von Notfällen durch Sportinstitutionen auf. Bologna FC 1909 handelte in Abstimmung mit dem Katastrophenschutz und der Region Emilia-Romagna und demonstrierte eine Synergie, die zum Vorbild für andere Vereine in ähnlichen Situationen werden könnte. Das Urteil lässt jedoch Fragen offen, wie künftig mit Notfällen umgegangen werden soll, insbesondere wenn sie in der Nähe von Sportveranstaltungen von nationaler oder internationaler Bedeutung auftreten.
Das Urteil führt zu einem komplexeren Element in der Planung des Serie-A-Kalenders, der bereits für seine Dichte und häufigen Überschneidungen mit anderen europäischen Wettbewerben bekannt ist. Die Verschiebung eines so wichtigen Spiels in einer Meisterschaft, die über 38 Tage mit geringen Erholungsspielräumen ausgetragen wird, birgt das Risiko, dass sie Auswirkungen auf andere Spiele hat und komplexe logistische und organisatorische Entscheidungen erfordert. Unternehmen müssen nun Risiken im Zusammenhang mit Wetter und hydrogeologischen Bedingungen sorgfältiger bewerten und Notfallpläne in ihre internen Protokolle integrieren.
Dies könnte zu einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Lega Serie A und lokalen Behörden führen, aber auch zu Spannungen über die Verteilung der Zuständigkeiten im Falle weiterer Verschiebungen. Der von der TAR Emilia-Romagna geschaffene Präzedenzfall hat Auswirkungen, die über den italienischen Fußball hinausgehen. In Europa, wo Klimanotfälle immer häufiger und unvorhersehbarer werden, könnte das Urteil als Referenz für andere Ligen und Verbände herangezogen werden.
Die UEFA beispielsweise war in der Vergangenheit bereits mit ähnlichen Fällen konfrontiert, etwa mit der Verschiebung von Spielen aufgrund von schlechtem Wetter oder gesundheitlichen Notfällen. Diese Entscheidung bestärkt jedoch die Idee, dass Sicherheit im Mittelpunkt sportlicher Entscheidungen stehen muss. Für die Vereine bedeutet dies, dass sie die Notwendigkeit, Unterhaltung zu gewährleisten, mit der Notwendigkeit des Schutzes von Sportlern, Fans und Territorium in Einklang bringen müssen, eine Balance, die eine Überprüfung der Organisations- und Finanzmodelle erfordert.
Was sich jetzt ändert: Das Spiel Bologna-Mailand muss entsprechend der Verfügbarkeit des Kalenders und den Sicherheitsbedingungen verschoben werden, wobei der Einhaltung regionaler und nationaler Vorschriften zum Notfallmanagement Vorrang eingeräumt werden muss. Das Urteil der TAR Emilia-Romagna schließt nicht nur die Angelegenheit ab, sondern schafft einen Präzedenzfall, der künftige Entscheidungen im Falle ähnlicher Notfälle beeinflussen könnte. Fußballvereine müssen nun die öffentliche Sicherheit als nicht verhandelbaren Parameter bei der Planung von Spielen berücksichtigen, selbst angesichts des wirtschaftlichen oder medialen Drucks.
Der Kalender der Serie A muss überarbeitet werden, was möglicherweise Auswirkungen auf andere Spiele hat, die bereits in hydrogeologisch gefährdeten Gebieten angesetzt sind. Bei MilanNews24 lesen