Behrami: «Bei Maldinis Mailand war Fußball zweitrangig»
Der ehemalige Mittelfeldspieler verrät, wie die Logik außerhalb des Spielfelds das sportliche Projekt des Klubs unter Maldinis Führung sabotierte.

Der ehemalige Mittelfeldspieler verrät, wie die Logik außerhalb des Spielfelds das sportliche Projekt des Klubs unter Maldinis Führung sabotierte.

Valon Behrami beleuchtete die undurchsichtige Dynamik, die während der Ära Paolo Maldini durch den AC Mailand ging. Der zum Mittelfeldspieler gewordene Verteidiger, der bei DAZN Copa Mundial zu Gast war, erklärte, dass der Rossoneri-Klub trotz der Anwesenheit von Maldini als Spitzenfigur eine Geisel von Logiken und Einflüssen sei, die nichts mit dem Fußball zu tun hätten. Laut Behrami machten diese Dynamiken es denjenigen, die das Spiel liebten, unmöglich, in einem gesunden Umfeld zu agieren, und beraubten so jedes sportliche Projekt seiner Bedeutung.
“ Der Verweis bezieht sich auf Entscheidungen, die nach Angaben des ehemaligen Spielers nicht aufgrund sportlicher Verdienste, sondern aufgrund interner Kräfteverhältnisse getroffen wurden, mit unmittelbaren Auswirkungen auf Marktentscheidungen und das technische Management. Behramis Aussage passt in einen bereits kritischen Kontext für Mailand, wo Maldini – obwohl er ein Symbol für Geschichte und Werte ist – sich in einem System zurechtfinden musste, in dem die Fußballführung oft von parallelen Interessen überwältigt war. Das Ergebnis?
Ein Verein, der trotz seiner Ressourcen und prestigeträchtigen Namen Schwierigkeiten hatte, auf dem Spielfeld eine kohärente Geschichte aufzubauen. Behramis Analyse zeigt, dass Marktoperationen oft das Ergebnis interner Machtvereinbarungen und nicht objektiver Bewertungen der Akteure waren. Transfergerüchte waren mit Allianzen zwischen Managern, Sponsoren und Vorstandsmitgliedern verflochten, wodurch ein Entscheidungslabyrinth entstand, das wenig Raum für sportliche Meritokratie ließ.
Dieses Governance-Modell gibt es nicht nur in Mailand; Andere große Vereine der Serie A zeigten eine ähnliche Dynamik, was auf eine umfassendere Krise im italienischen Fußball hindeutet, bei der finanzielle und politische Interessen die technische Planung überwiegen. Der Mangel an Transparenz hat eine Kultur des Misstrauens zwischen Fans und Medien geschürt und die Glaubwürdigkeit der Meisterschaft untergraben. Das Gewicht der Machtdynamik hat zu kontroversen Marktentscheidungen geführt.
Behrami erinnert sich zum Beispiel an den Verkauf von Romelu Lukaku an Inter und die Ankunft von Spielern mit eher kommerziellem als sportlichem Profil, was zeigt, dass Entscheidungen eher von internen Allianzen als von technischen Bewertungen geleitet wurden. Diese Schritte haben dazu geführt, dass Milan einen unausgeglichenen Kader hat und nicht in der Lage ist, die taktische Kontinuität aufrechtzuerhalten, die für den Wettbewerb auf höchstem Niveau erforderlich ist. Das Fehlen einer kohärenten sportlichen Vision hat auch Trainerwechsel beeinflusst.
Nach der Saison 2022/23 ersetzte der Verein Pioli durch einen neuen Trainer, die Entscheidung ging jedoch mit ständigen Eingriffen des Vorstands einher, die die Autonomie des Trainers einschränkten. Das Ergebnis war ein Zyklus gemischter Ergebnisse, wobei Milan zwischen europäischen Qualifikationsspielen und Überlebenskämpfen schwankte, was die von Behrami beschriebene Governance-Krise widerspiegelte. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.
„Es ist ein Bild, das viele gespürt haben, aber es von denen zu hören, die drinnen waren, macht den Unterschied“, kommentierte ein ehemaliger Clubmanager und bat um Anonymität. Was ändert sich jetzt? Behramis Äußerungen könnten die Debatte über die Führung des italienischen Fußballs neu entfachen, insbesondere zu einer Zeit, in der die Serie A ihre Glaubwürdigkeit bekräftigen möchte.
Der nächste Termin ist die Präsentation des neuen Unternehmensprojekts von Milan, die Ende des Monats erwartet wird und bei der wir über Transparenz und Abstimmung zwischen Management und sportlichen Ergebnissen diskutieren können. Bei MilanNews24 lesen
Behramis Worte sind nicht nur Klatsch in der Umkleidekabine: Sie bestätigen, dass Maldinis Milan unter institutioneller Schizophrenie litt. Fußball wurde in diesem Zusammenhang zu einer Arena der Macht, nicht des Sports. Dies erklärt, warum der Club trotz der Anwesenheit eines Symbols wie Maldini zwischen Exzellenz und Misserfolg schwankte und nicht in der Lage war, seinen historischen Wert in ein erfolgreiches Projekt umzusetzen. Die Aussage ist eine Warnung für diejenigen, die glauben, dass Governance nur ein Detail ist: In Wirklichkeit ist sie der Motor – oder die Bremse – jedes Fußballprojekts.
MilanNews24milannews24.comVon Paolo Moramarco14. Juni, 14:21it-IT

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